Digitalisierung einfach erklärt

12. Dez 2018 item Redaktion

Was ist mit dem oft abstrakten Konzept der Digitalisierung eigentlich gemeint? 

Derzeit wird über wenige Begriffe so viel diskutiert wie über die Digitalisierung. Dabei geraten die Grundlagen allzu schnell aus dem Blick. Im Grunde lässt sich die Digitalisierung einfach erklären, man muss jedoch genau unterscheiden: Je nach Kontext bezeichnet sie verschiedene Dinge, die jedoch eng miteinander verknüpft sind. Der eigentliche Vorgang der Digitalisierung besteht darin, analoge in digitale Information umzuwandeln. Digitalisierung eines Unternehmens bedeutet, dass mittels digitaler Technologien zum einen interne Prozesse optimiert werden, zum anderen neue Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle entstehen. Wenn von „der Digitalisierung“ die Rede ist, geht es dagegen um den Wandel, den digitale Entwicklungen gesellschaftsübergreifend bewirken. Entsprechende Synonyme sind „digitale Transformation“ oder „digitale Revolution“, die diesen Veränderungsprozess betonen. 

Die Digitalisierung hat viele Facetten 

Ein entscheidender Vorteil der Digitalisierung besteht darin, dass Inhalte leicht selbst erstellt, abgerufen und ausgetauscht werden können. Durch diese Chancen zum ortsungebundenen Austausch – etwa via Digital Engineering – entstehen neue Formen der Zusammenarbeit. So lassen sich Projekte über Kontinente hinweg mit internationalen Kollegen oder Partnern gemeinsam koordinieren und bearbeiten. Mit dem item Engineeringtool beispielsweise ist dies durch weltweit eindeutige Projektnummern ganz leicht möglich. Auch der digitalen Infrastruktur eines Standorts kommt große Bedeutung zu. Flexible Arbeitsplätze etwa, an denen sich jeder Mitarbeiter mit seinem Betriebssystem-Account einwählen kann, fördern die Produktivität nachhaltig. So können interdisziplinär zusammengesetzte Teams aus demselben Standort leichter zusammenfinden und ihre Zusammenarbeit ausbauen.

Überhaupt sollte bei einer Betrachtung der Digitalisierung der menschliche Faktor nicht zu kurz kommen. Ohne das Engagement der Mitarbeiter lässt sich ein Unternehmen nicht digital transformieren. Die bereits angesprochene Interdisziplinarität ist hierbei eine entscheidende Kompetenz: Neue Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen erfordern Weitblick und die Fähigkeit, sich Wissen aus anderen Disziplinen anzueignen und nutzbar zu machen. Aufgrund des notwendigen Austausches verleiht die Digitalisierung Social Skills und auch interkulturellen Kompetenzen von Mitarbeitern ein noch größeres Gewicht. Ganz gleich, ob persönlich oder via Skype, mit einem Kollegen aus einer anderen Abteilung oder einem hochrangigen Kunden von der anderen Seite der Welt: Es gilt, sich auf die unterschiedlichsten Ansprechpartner und Erwartungen einzustellen.   

 

Digitalisierung durch Maschinenbau-Beispiele erklären 

Im Maschinenbau entstehen im Zuge der Digitalisierung zahlreiche neue Geschäftsfelder, die auf erprobte Konzepte anderer Branchen zurückgreifen. Ein oft genanntes Beispiel hierfür sind Laufzeitverträge für Maschinen, im Rahmen sogenannter Subscription-Modelle. In diesem Fall mietet der Kunde die Maschine nur für eine gewisse Laufzeit, anstatt sie zu erwerben. Sie selbst verbleibt im Besitz des Herstellers, der zudem ihre aktuellen Leistungsdaten via Internetverbindung einsehen kann. Als Alternative oder Erweiterung kann zudem auf Predictive Maintenance zurückgegriffen werden. Bei dieser vorausschauenden Wartung genügen schon geringe Abweichungen bei den übermittelten Leistungsdaten, um hinsichtlich potenzieller Defekte alarmiert zu sein.  

Entsprechend vereinfacht sich für Dienstleister die Planung von Service-Einsätzen, während der Kunde das Risiko von Ausfällen deutlich minimieren kann. Allerdings muss bei beiden Geschäftsmodellen eine entsprechende Bereitschaft von Seiten der Kunden gegeben sein. Hier stellen insbesondere Sicherheitsbedenken noch häufig eine Hürde dar. Durch den Einsatz effektiver Lösungen zum Schutz von firmeneigenen Daten und geistigem Eigentum  sind solche Bedenken jedoch zu entkräften. Unter diesen Voraussetzungen werden wiederum weitere bemerkenswerte Geschäftsmodelle begünstigt: Denkbar sind etwa spezielle Marktplätze im Web, auf denen Unternehmen ihr individuelles Know-how in Sachen Konstruktion vermarkten. Somit könnten Konstruktionsdaten durch die Möglichkeiten der Digitalisierung in Zukunft zum Handelsgut avancieren. 

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