Zuverlässigkeit in der Intralogistik – nur was hält, läuft auf Dauer

6. Mai 2015 item Redaktion

Mit immer kürzeren Taktzeiten in der Fertigung steigen die Anforderungen an die Intralogistik. Waren und Materialien müssen schnell und gezielt dorthin kommen, wo sie im Unternehmen benötigt werden. Eine moderne Intralogistik erfordert daher nicht nur eine genaue Planung, sondern auch den Einsatz von Komponenten mit einem geringen Wartungsbedarf.

Mit einer effizienten Fertigung können Unternehmen schnell auf neue Anforderungen ihrer Kunden reagieren und Durchlaufzeiten dauerhaft senken. Eine flexible Intralogistik ist dabei die Voraussetzung. Nur wenn Waren und Arbeitsmaterialien bedarfsgerecht angeliefert und weitergeleitet werden, lassen sich Kosten durch Wartezeiten, hohe Lagerstände etc. vermeiden. Eine schlanke Fertigung ist dabei das Ergebnis einer ganzen Reihe von Maßnahmen:

  • Regale und Wagen stellen als Puffer die gezielte Bestückung sicher
  • Transportwagen leiten Material und Produkte weiter
  • Transportstrecken vernetzen Arbeitsplätze und beschleunigen Abläufe

In der Praxis greifen alle Maßnahmen einer Lean Production ineinander. Die eingesetzten Betriebsmittel müssen sich daher für eine kontinuierliche Optimierung vor allem an den Schnittstellen leicht modifizieren lassen und gleichzeitig zuverlässig funktionieren. Transportwagen, die häufig gewartet werden müssen, erzeugen unnötige Nebenkosten. Wird eine lose Verbindung übersehen, die etwa durch Kriechverhalten bei plastikummantelten Lösungen entsteht, kommt auch eine perfekt geplante Warenlogistik ins Straucheln.

Fragen an Stefan Armbruster über die Vorteile der Intralogistik

Wie so oft müssen sich auch hier Mensch und Technik perfekt ergänzen. Trotz aller planbaren Optimierungen und verbesserten Abläufen bleibt daher die Einbeziehung der Mitarbeiter in eine schlanke Produktion ein ebenso wichtiger Erfolgsfaktor. Durch die Beachtung ergonomischer Prinzipien steigt zudem die Produktivität an den Arbeitsstationen und der Krankenstand wird reduziert.

Stefan Armbruster – hausinterner Marktexperte im Bereich Lean Production, Teamleiter der Entwicklung und Produktmanager für den item Lean Production Systembaukasten – liefert uns seine Tipps auf dem Weg zu einer optimierten Intralogistik.

Wo und wie entstehen die besten Ideen für eine Steigerung der Produktionseffizienz im Rahmen der Intralogistik?

Die Mitarbeiter sind am tiefsten in die Prozesse involviert, kennen sie in- und auswendig. Daher haben auch oft die Mitarbeiter in der Produktion die besten Ideen für die Vermeidung von Verschwendung. Zum Beispiel kennen sie unnötige Wege und wissen daher, wie die Produktionseffizienz gesteigert werden kann. Das wäre dann Kaizen im Sinne der Lean-Philosophie in seiner besten und idealen Form.

Wie läuft idealerweise die Implementierung und Umsetzung der Optimierungsideen ab?

Wichtig ist es, die Mitarbeiter aktiv in die Umsetzung einzubinden, im Idealfall führen sie die Veränderungen auch selbst durch. So ist die Akzeptanz am höchsten, Umbauten oder Umstrukturierungen entsprechen dann den Voraussetzungen und dem Bedarf vor Ort.

Die Kultur der Führungsetage in Unternehmen muss darauf ausgerichtet sein, dass die Mitarbeiter Wertschätzung für ihre Ideen erfahren. So erhält man ihre Motivation, Ideen für weitere Optimierungsansätze wieder mit dem Vorgesetzten zu besprechen. Gegebenenfalls werden sie diese – bei kleineren Optimierungen – auch einfach selbst mit einschließen.

Welche technischen Voraussetzungen der Betriebsmittel sollten für schnelle und einfache Optimierungen vorhanden sein? 

Eine flexible und schnelle Anpassung von Betriebsmitteln wie Regalen, Wagen etc. ist wichtig, um nur kurze Umbauphasen zu haben. Deshalb haben wir das Profilrohrsystem D30 entwickelt. Eine Person kann ganz einfach mit nur einem Werkzeug Veränderungen vornehmen, die Betriebsmittel bleiben dann nach Festziehen der Verbinder dauerhaft stabil. Unsere Verbinder aus Aluminiumdruckguss bieten zudem ein hohes Sparpotenzial bei Wartungskosten, da sie kein Kriechverhalten aufweisen, dauerhaft fest bleiben und daher nicht nachgezogen werden müssen. Weder standardmäßige Wartungstätigkeiten/-intervalle noch Unterbrechungen oder Sicherheitseinschränkungen durch sich von selbst lösende Verbindungen stören daher den Betriebsablauf.

Wenn Sie sich für Intralogistik oder Lean Production im Allgemeinen interessieren, können Sie sich auf weitere Beiträge darüber im item-Blog freuen. Mit einem Blog-Abonnement entgeht Ihnen zudem kein einziger neuer Eintrag.

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