Digitalisierung im Maschinenbau: Wo stehen Sie?

7. Nov 2018 item Redaktion

Digitalisierung im Maschinenbau: Wo stehen Sie?Es besteht kein Zweifel daran, dass die Digitalisierung den Maschinenbau grundlegend verändert.

Unternehmen müssen reagieren, um angesichts der rasanten technischen Weiterentwicklung nicht den Anschluss zu verlieren. Nur mit einer unternehmensweiten Digitalstrategie lassen sich die vom Markt geforderten Anforderungen an Effizienz und Durchlaufzeit erfüllen. Doch woran erkennt man, wie weit das eigene Unternehmen bei der Digitalisierung bereits fortgeschritten ist? Viele KMU stellen sich diese Frage. Daher haben wir eine Checkliste entwickelt, die direkt auf unserer Studie „Wie sieht der Maschinenbau der Zukunft aus?“ aufbaut und zu konkreten Handlungsempfehlungen führt. Auf diese Weise bietet sie hilfreiche, praxisnahe Orientierung. Datenspeicherung und -schutz werden im vorliegenden Beitrag exemplarisch vorgestellt. Bei allgemeinen Betrachtungen über die Digitalisierung im Maschinenbau rücken sie trotz ihrer Bedeutung häufig in den Hintergrund.  

Datensicherung in der Industrie 

Die Datendichte im Maschinenbau steigt kontinuierlich. Als Folge entstehen neue Anforderungen an die Verwaltung und Sicherheit dieser Datenmengen. Zu den zentralen Punkten bei der Ermittlung des Digitalisierungsstands im Maschinenbau zählt daher die Vorgehensweise bei der Ablage von CAD-Daten und Projektdateien zu Kundenaufträgen. Nehmen wir den Fall, dass in einem Unternehmen die Daten auf dem Rechner des jeweiligen Kollegen beziehungsweise der jeweiligen Arbeitsstation abgelegt sind. Dann ist noch viel zu tun: Heutzutage können durch unbedachte Handlungen eines Mitarbeiters eingeschleuste Malware oder verursachte Hardware-Ausfälle weitaus größeren Schaden anrichten als je zuvor. Verzögerungen bei Projekten ziehen zudem nicht nur finanzielle Einbußen nach sich. Wenn auf diese Weise Planungen bei Kunden durcheinandergeraten, leidet nicht zuletzt das Image des eigenen Unternehmens. 

Jede Digitalisierungsstrategie im Maschinenbau sollte daher eine zusätzliche und im besten Falle redundante Sicherung wichtiger Daten beinhalten. Redundanz bedeutet in diesem Kontext, dass Daten mehrfach gesichert werden, um eine Rekonstruktion zu erleichtern. Wer hingegen alle Daten auf einem zentralen Server mit Backup-Lösung speichert, ist in puncto Datensicherheit schon weiter. Gleichwohl genügt nicht die alleinige Tatsache, dass eine solche Lösung vorhanden ist. Es ist entscheidend, dass sich die besagte Backup-Lösung räumlich so weit wie möglich vom Hauptserver entfernt befindet. Andernfalls besteht das Risiko, dass die gesicherten Daten im Falle von Wasserschäden oder ähnlichen Vorfällen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Prinzipiell besteht auch die Möglichkeit, Kunden über einen eigenen Server aktuelle Projektdaten als Download bereitzustellen. 

 

Nicht ohne Cybersecurity-Konzept: Digitalisierung im Maschinenbau 

Cloud-Lösungen sind für den Maschinenbau sehr vielsprechend. Sie stellen eine kostengünstige Alternative zu einem eigenen Server dar, weil die Kosten transparent und planbar sind. Die Daten werden durch den technischen Aufbau der Anbieter mehrfach redundant gespeichert, was Datenverlust sehr unwahrscheinlich macht. Zudem lässt sich der aktuelle Stand eines Projekts in der Cloud zu jedem Zeitpunkt via Link mit dem jeweiligen Kunden teilen. Allerdings sollte eine ausgereifte Infrastruktur für die Datensicherung generell durch entsprechende Maßnahmen für den Datenschutz flankiert werden. In einem digital aktiven Unternehmen kann ein aktueller Virenschutz nur Stufe 1 einer Schutzstrategie sein. 

Gerade im Bereich IT-Sicherheit haben vergleichsweise kleine Schritte eine große Wirkung. Eingeschränkte Nutzerrechte verhindern idealerweise, dass sich Viren oder ähnliche Schadprogramme über einen Einzelrechner mit Netzwerkzugriff im gesamten Unternehmen verbreiten. Digital weit fortgeschrittene Unternehmen setzen bereits auf ein auf Virenschutz und eingeschränkten Nutzerrechten aufbauendes Sicherungssystem gemäß der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Diese zielt zwar primär auf den Umgang mit personenbezogenen Daten im Online Marketing ab. Gerade im digitalisierten Maschinenbau wird aber verstärkt mit wertvollen Projektdaten gearbeitet. Eine Berücksichtigung der EU-DSGVO demonstriert, wie wichtig einem Unternehmen die Sicherheit von Kunden und Partnern ist und zahlt so auf die Außendarstellung ein. 

Sie interessieren sich für Digitalisierung und die Zukunft des Maschinenbaus? Dann haben wir etwas für Sie: Abonnieren Sie doch einfach den item Blog über die Box oben rechts!