Spektakuläre 360°-Anzeigetafel in der Autostadt Wolfsburg

22. Aug 2018 item Redaktion

© Foto: Christopher BauderDie weltgrößte 360°-Anzeige im weltgrößten automobilen Auslieferungszentrum – und item mittendrin.

Deutschland ist und bleibt eine passionierte Auto-Nation. Exemplarisch zeigt sich dies anhand der im Jahr 2000 eröffneten Autostadt in Wolfsburg, deren Entstehung rund 430 Millionen Euro kostete. Auf über 28 Hektar finden sich neben dem Auslieferungszentrum auch zahlreiche Einrichtungen für Ausstellungen, Konzerte, Shows und kulinarische Erlebnisse. Das absolute Highlight stellt jedoch der Besuch des Auslieferungszentrums beziehungsweise „KundenCenters“ dar. Hier können Käufer ihre Neuwagen von Volkswagen oder SEAT stilvoll abholen. In diesem besonderen Ambiente haben auch unsere Aluminiumprofile ihren Auftritt: Sie bilden das Grundgerüst für eine 360-Grad-Anzeigetafel in der Wartehalle, die ebenfalls den Weltrekord in Sachen Größe hält. Dadurch bekommen die stolzen Neuwagenbesitzer mittels magnetisch gesteuerter Plättchen – „Flip-Dots“ genannt – angezeigt, wann sie an der Reihe sind, um ihr neues Gefährt in Empfang zu nehmen.

Toller Effekt für die Neuwagenbesitzer

Ein kurzes Rauschen erfolgt – und schon bewegen sich die Flip-Dots anmutig auf dem Ring über den Köpfen der Wartenden. Zusammengenommen ergeben die unzähligen Einzelpunkte Abholzeiten und Namen. Dies war die Vision, die als Vorschlag auf die Ausschreibung von VW für eine Anzeigetafel eingereicht wurde und schließlich den Zuschlag erhielt. Konzeption und Projekt-Management stammen von Uwe Urbas von Polyphon. Christopher Bauder von WHITEvoid, der für die Art Direction und das Design des Projekts verantwortlich ist, beauftragte für die Planung, Produktion und Installation das Team von mawa unter der Leitung von Martin Wallroth und Steven Morgan. Zum Entwickler-Team für dieses Prestige-Projekt zählt Konstantin Weickardt, der beim Testaufbau in Babelsberg und auch bei der finalen Installation in der Autostadt in Wolfsburg beteiligt war. 

 

Eigens entwickelte Leuchten und technische Lichtlösungen sind die Kernkompetenz von mawa, mit der sich das Unternehmen einen Namen gemacht hat. Von Zeit zu Zeit nimmt das mawa-Team jedoch ganz bewusst ein Projekt an, das aus der Komfortzone führt und die vorhandenen Fertigkeiten zielführend ausbaut. Nun galt es also, die eigene Konstruktionsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Bei der Grundkonstruktion für die 360°-Anzeigetafel griff man auf unser Profil 6 in den Maßen 30x30 und 60x30 zurück. Zuvor wurden die Profile auf der hauseigenen CNC-Biegemaschine gebogen, unter Berücksichtigung der verschiedenen Radien. Obwohl item selbst keine Profil biegt, zeigt sich an diesem ungewöhnlichen Beispiel das Potenzial für entsprechende Projekte. Wie Herr Weickardt berichtet, liegt das Vertrauen in item in den gesammelten guten Erfahrungen mit unserer Profiltechnik begründet: „Unser Chefplaner hat bereits erfolgreich mit item Produkten gearbeitet, durch ihn kamen wir darauf. Das ist ja immer die beste Art der Empfehlung.“

Modulares Ring-Konstrukt: Speziell für die Autostadt Wolfsburg

Allerdings hatte besagter Chefplaner noch nie bei einem Projekt dieser Größenordnung mit item gearbeitet. Man hat es hier wortwörtlich mit einem wahrlich großen Projekt zu tun: 180.000 Flip-Dots befinden sich auf der Ring-Konstruktion, die einen Durchmesser von fast neun Metern hat und in einer Höhe von 3,60 Metern angebracht wurde. Hierbei ist das Eigengewicht von 2,4 Tonnen ebenfalls nicht unerheblich. Bei diesen Bedingungen konnte die Modularität des MB Systembaukastens ihre Trümpfe voll ausspielen und ihren Teil zum Erfolg des Vorzeigeprojekts beitragen. 

So lässt sich die gesamte Installation in 44 einzelne Ringsegmente zerlegen und zudem in Flightcases leicht transportieren. „Man könnte die Konstruktion von hier auf jetzt einfach abbauen, verpacken und wiederaufbauen“, erklärt Konstantin Weickardt. Doch zurück zu den besagten Flip-Dots: Wie funktionieren diese nun genau? „Das ist eine nicht ganz simple Technik“, erklärt uns der Ingenieur mit einem Augenzwinkern. Bei Flip-Dots handelt es sich um dünne Plättchen, dessen Seiten unterschiedlich gefärbt sind. Sie werden mittels Magneten exakt angesteuert. So lässt sich nicht nur ein Schriftzug programmieren, der schließlich über den gesamten Ring läuft, sondern auch verschiedene Motive. Gerade in 360 Grad echte Augenweide für die Besucher der Autostadt. 

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