Das sind die Maschinenbau-Trends 2019

23. Jan 2019 item Redaktion

Zum Jahresbeginn lohnt sich der Blick auf aktuelle Entwicklungen im Maschinenbau ganz besonders. 

Auch das Maschinenbau-Jahr 2018 hat die gesamte Branche nachhaltig geprägt. Ein Schwerpunkt lag sicherlich auf dem Bereich Datenschutz. Durch die Einführung der EU-DSGVO zum Schutz der personenbezogenen Daten aller EU-Bürger musste sich die gesamte Wirtschaft mit zahlreichen neuen Themen auseinandersetzen. Auch die Herausforderungen durch digitale Transformationsprozesse und Industrie 4.0 sind spürbar größer geworden. Eines zeigt sich immer deutlicher: Trotz guter Geschäftslage dürfte es im Maschinenbau kein Unternehmen geben, dass es sich erlauben kann, die Digitalisierung auf die lange Bank zu schieben. Einblicke in den Maschinenbau der Zukunft haben wir bereits zusammengestellt. Doch was sind 2019 die Trends, Herausforderungen und Chancen im Maschinenbau? 

Maschinenbau-Trends 2019: Schwerpunkt Digitalisierung 

Im Rahmen der digitalen Transformation werden 2019 viele Trends im Maschinenbau, die ihn bereits seit einigen Jahren prägen, noch an Relevanz gewinnen: Dazu zählen beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI), Industrial Internet of Things, Smart Data oder auch Cybersicherheit. Es ist zu vermuten, dass die Abwehr von Cyberkriminellen gerade aufgrund des massiven Daten-Leaks im Dezember 2018 auch in der Industrie noch größere Aufmerksamkeit erfahren wird. In unserem Leitfaden über Datenschutz im Maschinenbau gibt es eine Zusammenstellung typischer Gefahren. Auf dieser Grundlage lassen sich unternehmensinterne Daten effektiv schützen. 

Nach weiteren wissenschaftlichen Durchbrüchen wird KI in Form virtueller Assistenten zunehmend in die Tätigkeiten der Mitarbeiter integriert. Insgesamt verbindet sich der klassische Maschinenbau immer mehr mit digitalen Technologien und wird dadurch hybrid, intelligent und hochgradig vernetzt. Am Beispiel des Industrial Internet of Things zeigt sich, wie sich durch den effizienten Einsatz digitaler Methoden ein klarer Wettbewerbsvorteil für Unternehmen im Maschinenbau ergibt: Das Zusammenspiel miteinander kommunizierender Geräte beschleunigt nicht nur Produktion und Transport. Zusätzlich können neue Geschäftsmodelle entstehen, bei denen sich aufgrund der bereitgestellten Daten Prozesse automatisch anpassen lassen. 

 

Auch 2019 im Maschinenbau im Fokus: Der Mensch 

Das Ziel der voll automatisierten, sich selbst optimierenden und intelligent steuernden Fabrik (Smart Factory) rückt somit immer näher. Smarte Maschinen produzieren durch den Einsatz von KI schneller, effizienter und flexibler. KI wird 2019 und darüber hinaus verstärkt in Produktionsumgebungen und als Schnittstelle der Kommunikation von Mensch und Maschine eingesetzt. Um nicht die eigentlichen Kernkompetenzen aus den Augen zu verlieren, ist es jedoch wichtig, wie in allen Bereichen der digitalen Transformation, sämtliche Mitarbeiter mit ihren individuellen Fähigkeiten einzubeziehen. Dies bestätigt auch die Studie „Digitalisierung im Maschinenbau“ der Hans-Böckler-Stiftung, die betont, dass sich die Methoden der Lean Production ideal für die Digitalisierung interner Prozesse eignen. 

Überhaupt können durch die Digitalisierung im Maschinenbau Standardaufgaben, etwa in der Konstruktion, schneller bearbeitet werden. Digital Engineering weist hier exemplarisch den Weg. Dadurch haben die Mitarbeiter mehr Zeit für komplexere Aufgaben und Innovationen. Zudem gibt es noch erhebliches Potenzial in den Bereichen Big Data und Datenanalyse. Wer es versteht, Daten systematisch und effizient auszuwerten, hat beste Voraussetzungen, sowohl unternehmenseigene Prozesse als auch Produkte und Dienstleistungen zu optimieren. Dafür ist natürlich das entsprechende Talent an IT-Fachleuten und Data Scientists notwendig. Nicht zuletzt aufgrund des War for Talents zählen auch eine progressive Unternehmenskultur (Stichworte: Agilität, New Work, Weiterbildungskultur) und modernes Recruiting 2019 zu den Trends im Maschinenbau. 

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