Aluminiumprofile im Sondermaschinenbau: Idee und Vorteile

14. Feb 2018 item Redaktion

Lange Zeit wurden im Sondermaschinenbau Gestelle traditionell mit Stahl geschweißt. 

Die befreundeten Ingenieure und item Gründer Gerrit Pies und Wolfgang Rixen hatten jedoch eine bahnbrechende Idee: Schrauben statt Schweißen, Aluminium anstelle von Stahl. Dahinter steckte ihre Feststellung, dass Stahl den steigenden Anforderungen im Sondermaschinenbau nicht mehr genügte. Was mit Versuchen mit selbstentwickelten Aluminiumprofilen für den Eigenbedarf begann, entwickelte sich schließlich zu einem umfassenden System: Der modulare MB Systembaukasten begann 1980 seine Erfolgsgeschichte. Doch was sind eigentlich die konkreten Vorteile von Aluminiumprofilen im Sondermaschinenbau gegenüber Stahl?  

Aluminiumprofile: Das Material punktet 

Bei den grundlegenden Eigenschaften des Materials beginnen die Vorzüge eines Profilsystems aus Aluminium. Es ist erheblich leichter als Stahl und dabei hochfest. Zeitaufwendige Maßnahmen zum Materialschutz sind nicht notwendig: Dank seiner Materialeigenschaften vermag Korrosion gegen Aluminium nur wenig auszurichten.  Somit fallen zwei für Stahl typische Kostenfaktoren weg – regelmäßige Wartungen und das Auftragen von Korrosionsschutz. Aluminium lässt sich zudem im heißen und kalten Zustand leicht formen, zumal es sich durch Leitfähigkeit auszeichnet und durch Extrudieren hergestellt werden kann.

Kosten- und Zeiteinsparungen im Sondermaschinenbau

Wer Aluminiumprofile im Sondermaschinenbau einsetzt, muss nur die drei Prozessschritte Sägen, Verschrauben und Aufbau erledigen. All diese Arbeiten können von einem einzigen Mechaniker ohne zusätzliche Weiterbildung ausgeführt werden. Zudem benötigt man weder Spezialgeräte noch einen großen Maschinenpark. Unternehmen behalten jederzeit die volle Kontrolle über das Timing und die Arbeitsqualität, da sie nicht auf externe Anbieter zurückgreifen müssen. Zusätzlich sichert ein Systembaukasten mit Aluminiumprofilen den Konstruktionsprozess ab. Erst während der Fertigung nötige Korrekturen lassen sich aufgrund der innovativen Verbindungstechnik mit wenigen Handgriffen schnell beheben. Auch nachträgliche Modifizierungswünsche von Kundenseite sind in kürzester Zeit realisiert. 

Bei einer einfachen Grundkonstruktion aus Stahl hingegen fallen bis zu acht Schritte an: Sägen, Bearbeiten, Fixieren, Schweißen, Putzen, Grundieren, Lackieren und Nachbearbeiten. Dies hat weitere Auswirkungen: Je mehr Prozessschritte es gibt, desto stärker nimmt auch die Störanfälligkeit zu. Unweigerlich bringt die Bearbeitung von Stahl also viele Zwischenschritte mit sich, die gemäß den 7 Muda der Lean Production als Verschwendung anzusehen sind. Wenn einzelne Schritte ausgelagert werden, verschlingt die obligatorische Qualitätsprüfung fremder Arbeit noch einmal zusätzliche Zeit und Kosten. Den niedrigen Einkaufspreis von Stahl sollte man also nicht isoliert betrachten.  

 

Einfacher Transport dank Aluminiumprofiltechnik 

Aufgrund eines Stahlrahmens wird eine Anlage sehr schwer und fällt wegen der fehlenden Option einer einfachen Demontage entsprechend groß aus. Für die Logistik sind dies zwei signifikante Kostenfaktoren: Es kann durchaus vorkommen, dass sich zwischen Planung und Umsetzung von größeren Objekten die räumlichen Spezifikationen beim Kunden kurzfristig geändert haben. Dann bleibt nur die teilweise und aufwendige Demontage des Projekts übrig. 

Das geringe Gewicht von Aluminium dagegen bringt auch für den Transport viele direkte Vorteile: Schwerlast-LKWs oder andere teure Transportmittel werden nicht benötigt. Auch die Modularität eines Aluminium-Systembaukastens wirkt sich direkt auf den Transport und darauffolgende Abläufe aus. Während des eigentlichen Transports und beim Aufbau macht sich die durch schnelle Anpassbarkeit ermöglichte Flexibilität bei Abtransport, Anlieferung oder Installation vor Ort bemerkbar. So lassen sich bereits verbaute Elemente für den Transport wieder auseinandernehmen und nach der Ankunft leicht zusammensetzen. 

Sie möchten immer über alle spannenden Neuerungen in der item Welt Bescheid wissen? Dann haben wir genau das Richtige für Sie: Abonnieren Sie doch einfach den item Blog über die Box oben rechts!