Reinigungssystem für Mehrweg-Werkstückträger

17. Mai 2017 item Redaktion

Eine leistungsfähige und kosteneffiziente Lösung zur Reinigung von Trays im Fertigungsprozess.

Mehrweg-Werkstückträger aus Kunststoff werden in der Fertigung zahlreicher Branchen eingesetzt. Dabei gelten im Wesentlichen zwei Hauptanforderungen: Die Trays müssen möglichst frei von trockener Kontamination und elektrostatischen Aufladungen sein. Aufgrund der je nach Branche sehr unterschiedlichen Oberflächenstruktur der Werkstückträger ist ihre Reinigung allerdings aufwendig. Staub und Schmutz werden durch die oft komplexe Geometrie aus Falzen und Nuten, in denen die Werkstücke platziert und arretiert werden, viele Ansatzpunkte geboten. Die durch Berührungen im Fertigungsprozess oder durch den Transport entstehende elektrostatische Aufladung begünstigt das Anhaften von Staub zusätzlich.

Bedeutung sauberer Trays für die Produktqualität 

Unter diesen Voraussetzungen wandte sich ein Kunde aus der herstellenden Kunststoffindustrie an den item pluspartner K&K Systeme. Das Unternehmen ist auf Komplettlösungen in den Bereichen Betriebsmittelbau, Ionisierung, Temperierung sowie Automation und Robotik spezialisiert. Neben der Kunststoffindustrie sind Kunden von K&K in den Bereichen Grafik, Automotive und Pharma zu Hause – also Branchen mit sehr hohen Anforderungen an die Hygiene als wichtigem Faktor der Fertigungsqualität. 

Für den eingangs genannten Kunden würden nicht absolut staubfreie und statisch entladene Trays bedeuten, dass die elektrostatisch aufgeladenen Staubteilchen in der Spritzgussfertigung an den produzierten Hochglanzoberflächen anhaften können. Da die optische Qualität der Oberfläche für die weitere Verwendung makellos sein muss, würde jede Kontamination automatisch zum Ausschuss führen. Ähnliche Vorgaben ergeben sich bei der hygienesensiblen Fertigung von Kosmetik. Bei der Produktion von und mit Elektronikbauteilen, etwa in der Halbleiterindustrie, wäre elektrostatische Entladung ein zusätzlicher Risikofaktor.

Anforderungen an die Reinigung von Werkstückträgern

Entsprechend umfangreich ist die Liste von Unternehmen, die von einer effektiven und automatisierten Reinigung von Mehrweg-Werkstückträgern aus Kunststoff profitieren könnten. Dazu muss allerdings schon die Grundkonstruktion flexibel ausgelegt sein, um sie leicht an das individuelle Format der Trays in den jeweiligen Produktionen anpassen zu können. Darüber hinaus muss die Anlage neben der Reinigung auch die Neutralisation der elektrischen Ladung sicher umsetzen. Gleichzeitig sollte die Anlage leicht zu bedienen sein, um nicht mehrere Mitarbeiter dauerhaft in der Tray-Reinigung zu binden.

Eine Rahmenkonstruktion aus Komponenten unseres MB Systembaukastens bildet die Basis der von K&K geplanten und umgesetzten Lösung. An unseren Produkten schätzt das Unternehmen vor allem die Langlebigkeit und Modularität: Aufgrund der Verwendung von Profiltechnik aus Aluminium ist der Aufbau korrosionsbeständig, ableitfähig und dank der offenen Nuten flexibel erweiterbar. Für die entscheidende Reinigung kommen druckluftbetriebene Rotationsdüsen zum Einsatz, die auch sonst unzugängliche Kerben und Aufnahmen erreichen. Die gelösten Staubpartikel werden abgesaugt und die Werkstückträger erfahren eine elektrostatische Entladung. Zudem reduziert die Ionisierung des Trays das Risiko, dass neue Staubpartikel anhaften.

Das Kreuz-i RS600® Tray-Reinigungssystem

Nachdem sich die erste Sondermaschine beim Kunden über mehrere Monate im Doppelschichtbetrieb bewährt hatte, fiel bei K&K Systeme GbR die Entscheidung, das System als festen Bestandteil des eigenen Portfolios zu etablieren und zu vermarkten. Daraus ist das Kreuz-i RS600® Tray-Reinigungssystem entstanden, das alle Funktionen des ersten Entwurfs in sich vereint und einfach, sicher und ergonomisch von nur einem Mitarbeiter bedient werden kann. Damit eignet es sich perfekt für automatisierte Fertigungsabläufe in der Industrie.

Im Einschichtbetrieb mit einem Mitarbeiter erreicht das Kreuz-i RS600® einen jährlichen Durchsatz von bis zu 1,5 Millionen Trays. Neben der Basisvariante stehen weitere Module zur Steigerung des Automatisierungsgrades zur Verfügung. Bei dem vollständig automatisierten Reinigungssystem muss der Mitarbeiter nur noch die fertig entladenen und mit gereinigten Trays beladenen Paletten auswechseln.

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