Frauen im Maschinenbau: Frauenpower für die Industrie

2. Mai 2018 item Redaktion

Weiblicher Ingenieursnachwuchs sollte sich von veralteten Klischees nicht entmutigen lassen. 

Obwohl der Maschinenbau oft für eine reine Männerdomäne gehalten wird, hat sich hier schon einiges getan, wie man etwa am Girl’s Day sieht. Die Forderungen nach Gleichberechtigung und Diversität konnten überhaupt weite Teile der gesamten Arbeitswelt nachhaltig verändern. Dennoch ist hier noch viel Luft nach oben. Um noch mehr Frauen Mut zu machen und sie an den Ingenieursberuf heranzuführen, haben unsere geschätzten Kolleginnen und Kollegen bei item West in den USA die Aktion „Advancing Women Engineers“ ins Leben gerufen. In diesem Rahmen sprechen starke Frauen im Maschinenbau über ihre Motivation und geben Tipps, um vorhandene Vorurteile zu überwinden. Keine Frage, das können wir nur unterstützen. Überhaupt legen wir bei item seit jeher großen Wert auf Fairness und Respekt von der Individualität jedes Einzelnen. Den Auftakt macht KJ Cocke, die als Engineering Manager bei item West arbeitet. 

Weibliche Ingenieure sorgen für ausgewogenere Produkte 

KJ Cocke ist der festen Überzeugung, dass Gleichberechtigung am Arbeitsplatz entscheidend dazu beiträgt, die Produkte von Industrieunternehmen so vielfältig zu machen wie die Bedürfnisse der Kunden. „Ganz gleich, in welchem Bereich man im Maschinenbau arbeitet, auf jeden Fall sind die Endkunden Männer und Frauen. Deshalb sollte es bei der Herstellung von Produkten auch gleichberechtigt zugehen”, sagt Cocke. „Ob Werkzeug, iPhone oder Kinderspielzeug – wenn Produkte entstehen, sollten beide Geschlechter etwas zu sagen haben.“ 

Mittlerweile ist die Zahl der Frauen im Ingenieurberuf in den USA gegenüber dem Stand in den frühen 1980er-Jahren stark gestiegen. Damals waren es lediglich 5,8 %. Dennoch sprechen wir aktuell laut den offiziellen Angaben des Congressional Joint Economic Committee von nur 14 %. „Frauen können der Industrie eine Menge bieten – unsere eigene Sicht und unsere Intelligenz. Wenn wir aber die Möglichkeiten nicht nutzen oder uns nicht trauen, dann haben wir kein Mitspracherecht und uns bleibt die Möglichkeit versagt, Einfluss auf ein Produkt zu nehmen.“ 

Im US-Maschinenbau ist der Frauenanteil noch gering

Die Vereinigten Staaten werden einer Studie der American Association of University Women zufolge bis 2027 1,7 Millionen mehr Ingenieure und IT-Fachleute benötigen. Ein Maschinenbaustudium ist also eine vielversprechende Perspektive. Doch warum gibt es dann bei der Anzahl an männlichen und weiblichen Ingenieuren in den USA einen so gewaltigen Unterschied? KJ Cocke glaubt, dass die äußeren Einflüsse und Rollenbilder, denen Mädchen früh im Leben begegnen, eine große Rolle spielen: „Ich denke, das hat größtenteils mit Einschüchterung zu tun. Viele Mädchen verlieren in der sechsten oder siebten Klasse ihr Selbstbewusstsein. In dieser Zeit geht es darum, Freunde und seinen Platz in der Welt zu finden. Da ist es nicht ‚cool‘, wenn man als intelligent gilt.“ 

Sie glaubt, dass solche Vorstellungen deutliche Auswirkungen darauf haben, wie diese Mädchen ihre Interessen weiterverfolgen und auf welche Weise sie mit männlichen Altersgenossen umgehen, die sich für ähnliche Themen begeistern. „Sie werden sich der Konkurrenzsituation bewusst“, merkt Cocke an. Zudem vermutet Cocke, dass viele Mädchen daran zweifeln, ob sie „so gut“ sind wie die Jungs. „Aber in Wirklichkeit geht es überhaupt nicht darum, so gut wie die Jungs zu sein. Es geht einfach darum, so gut zu sein, wie man kann.“ 

Das sollten Frauen im Maschinenbau tun 

Frauen, die aktuell im Maschinenbau und verwandten Disziplinen arbeiten oder einen solchen Weg anpeilen, empfiehlt Cocke, auf die eigenen Stärken zu vertrauen und ausdauernd zu sein. „Seid bereit für die anstehenden Herausforderungen, denn es gibt immer noch Männer, die eure Meinung nicht ernst nehmen“, gibt sie zu bedenken. „Ihr werdet auf Leute treffen, die glauben, dass ihr in diesen Bereich nicht reinpasst. Das stimmt aber einfach nicht. Ihr habt das gleiche Recht wie jeder andere auch.“ 

Mit viel Fleiß und exzellenter Arbeit lassen sich solche Vorurteile widerlegen: „Seid selbstbewusst. Und wenn das bedeutet, dass ihr mehr wissen müsst, um zu beweisen, was ihr draufhabt, dann arbeitet doppelt so hart. Eure Kollegen und Vorgesetzte werden es registrieren.“ Letztlich ist der Erfolg von Frauen im Maschinenbau vor allem eine Frage der Hartnäckigkeit: „Wir müssen Präsenz zeigen und uns einbringen!“, sagt Cocke. „Lasst euch von niemandem die Begeisterung nehmen, etwas Großartiges für die Zukunft zu schaffen!“ 

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